Wuppertal: Hommage an die Galerie Parnass

Das Alphorn in der Schwebebahn:
Konzert mit Mathias Schriefl




Rolf Jährling, 1913 -1991 war ein junger Architekt, der nach Kriegsende nach Wuppertal kam.
1949 gründete er in die Galerie Parnass, die zu den wagemutigsten Galerien im Nachkriegsdeutschland zählte und er wurde einer der ersten Förderer der rheinischen Avantgarde.
In der Anfangszeit war er eng mit den Künstlerbewegungen Informell verbunden war, später war die Galerie Ort der ersten Happening und Fluxus Veranstaltungen auf deutschem Boden. Sie schrieb mit ihren spektakulären Medienkunst-Ereignissen und Ausstellungen während der beginnenden 1960er Jahre internationale Kunstgeschichte. In Nam June Paiks Einzelausstellung Exposition of Music – Electronic Television wurden 1963 die ersten Video-Objekte gezeigt, und beim 24-Stunden-Happening von 1965 erregten die Auftritte der nur mit einer durchsichtigen Folie bekleideten Fluxus-Cellistin Charlotte Moormann großes Aufsehen. Vostell ließ einen Mercedes durch zwei Lokomotiven zermalmen und Joseph Beuys zertrümmerte ein Klavier. Das 24 Stunden-Happening war der Höhepunkt und der rauschende Abschied von der Galeristentätigkeit.



Dokumentation des Konzertes von Matthias Schriefl hier.
Artikel im M.AC.-Blog hier.

Das M.A..C. ist ein Non-Profit-Projekt.
Unterstützt wird dieses M.A.C. von der WSW Wuppertal.

7.000 Eichen: Beuys und die Soziale Plastik

Referent: Johannes Stüttgen

Dieser mobile Art Café Vortrag soll daran erinnern, was Kunst im eigentlichen Sinne auch und vor allem kann: Die Welt verändern, sie besser, schöner, lebenswerter zu machen!

Es war sicher das nachhaltigste Kunstprojekt, das es je auf einer documenta gab, 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung,
das Landschaftskunstwerk des Künstlers Joseph Beuys, das 1982 auf der documenta 7 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Den ersten Baum hatte Beuys am 16. März 1982 gepflanzt, er starb 1986 und sein Sohn pflanzte 1987 den letzten Baum neben die erste Eiche vor dem Fridericianum. Das Projekt war im Hinblick auf die allgemeine Verstädterung eine umfangreiche künstlerische und ökologische Intervention mit dem Ziel, den urbanen Lebensraum nachhaltig zu verändern.


Johannes Stüttgen

Das M.A.C. fand in der Weinhandlung „ Südhang“ in der Tischbeinstrasse statt, genau gegenüber lag während der Dokumenta 7 das Büro von Joseph Beuys.

Weitere Informationen (PDF)

Das erste „Mobile Art Cafe"!

Das erste „Mobile Art Cafe!
Am Sonntag, 22.1.12 um 15.00
im Lichthof der Rheinischen Musikschule Lotharstr. 14-18



Kampfkunst und Lebensbewusstsein.

Vortrag und Demonstration von Wilfried Doerstel
Dozent für Bewegungslehre und Körperbewusstsein an der Folkwang Hochschule Essen
Ju Ko Kampfkunstschule in Köln

„Kampfkunst ist eine Kultur, ein Lebensethos. Kampfkunst, im traditionellen und weiten Sinne verstanden, stellt nicht nur lebensverlängernde Übungen bereit, sondern lehrt mit Hilfe seiner Übungen, Regeln und Prinzipien, das Leben wertzuschätzen und in seiner Fülle und Tiefe auszukosten. Unter anderem, und das wird ein Fokus des Vortrags sein, lehren die Kampfkünste Entschiedenheit, also die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, indem sie vom Ende des Lebens ausgehen, vom jeweils persönlichen und individuellen Ende.“

Ausstellung zum Thema von Stefan Steiner, Bettina Meyer, Dorothea Bohde